Theaterstuecke

 

 

 Theaterstücke von C.M.Meier


 

C.M.Meier
Vater-Mutter-Kind

 

In Vater-Mutter-Kind lässt C. M. Meier Abgründe, die in den wechselseitigen Beziehungen dieser Trias klaffen, erscheinen. Zwänge, die vom Irrglauben an den familiären Zusammenhalt legitimiert sind, binden die Väter, Mütter, Kinder in Abhängigkeit aneinander. Was ihnen nicht bewusst ist: Kirche und Staat unterstützen dieses System.

 

Die hart gegeneinander gesetzten Dialoge entlarven eine Scheinmoral auf die sich ein ganzes gesellschaftliches Konstrukt gründet. Das mediale Echo dieser absurden Verhältnisse wird in lyrischem Slang zitiert und führt eine verrückte Realität vor Augen.

 

 

6 D, 6 H - Mehrfachbesetzung möglich

 

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C.M.Meier
Weiberzeit

Eine Groteske, philosophische Betrachtung über das Leben. "Es ist sinnlos", heißt es da zu Beginn. Und alles Tun ist es ebenso, es sei denn man versieht es mit seinem Sinn.

 

Die Bewohner eines Mietshauses begegnen einander im Treppenaufgang und im Garten. Die Hausmeisterin kommentiert auf eigene Weise das allgemeine Geschehen und die Bewohner suchen ihren Lebenssinn darzustellen, sehen sich bisweilen genötigt diesen zu verteidigen.

 

4 D, 4 H - Mehrfachbesetzung möglich

 

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C.M.Meier
Mythos: Mensch

 

Mythos: Mensch erkundet die Gültigkeit antiker Mythen. Exemplarisch rückt dafür die Medea-Sage in den Fokus. Eine moderne Reflexion der gescheiterten Liebesgeschichte von Medea und Jason bestätigt schmerzhaft, die Rolle der Frau als Spiegel, in dem der Mann seine eigene Attraktivität, Macht und Männlichkeit bewundern will.

Die Diskussion dieser besonderen Problematik mündet in eine essayistisch-dramatische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Aufgaben des Theaters. Sie zeigt auf, warum heute eine Beschäftigung mit den antiken Mythen fruchtbar ist.

 

Die drei Teile - Allegorie, Dramolett, Paradoxon - gliedern die Geschichte des Menschen in ihre Entwicklungsstadien. Erst bilden Geschichten und Bilder die Grundlage im Einzelnen und in der Gemeinschaft - Schöpfungsweg. Dann folgt die Auseinandersetzung, der wohl fruchtbarste Teil - die spannende Entwickung, welcher letztlich in den unüberbrückbaren Gegensatz mündet. Die alten und neuen Mythen vermischen sich im Heute. An diesem Punkt wird erkennbar, was Rollenverhalten und Masken im Miteinander bedeuten.

 

Im Mittelpunkt steht der Dialog zwischen Medea und Kreon, frei nach der Tragödie des Euripides.

 

2 D, 2 H - Mehrfachbesetzung möglich

 

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C.M.Meier
Penelopes Traum

 

Jahrtausende sind vergangen, seit Odysseus Ithaka verlassen hat. Das Zeitalter der Digitalisierung ist angebrochen und noch immer regiert Odysseus’ Gattin Penelope sein Königreich. Es gelang ihr, dank des Vertrauens in seine Liebe zu ihr, bislang allen Freiern zu widerstehen. Einzig der Reformer Antinoos hat ihr Interesse gewonnen. Im Traum erscheint Penelope Odysseus und raubt ihre alle Illusionen über die Liebe: Die Frau diene einzig dazu, die individuelle Großartigkeit des Mannes zu spiegeln. Doch Penelope erkennt, wie überholt diese Haltung ist und schließt sich Antinoos an.

C. M. Meier macht anhand des Mythos die Neigung der Menschen deutlich, alten Verhaltensmustern anzuhaften. Längst habe der wissenschaftliche Fortschritt den menschlichen überflügelt. Es gelte, „Menschsein neu zu definieren“.


 

3 D, 1 H

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Theaterstücke von Frank Sporkmann


 

Frank Sporkmann

Frühstück des Präsidenten

Ein ganz normaler Morgen im Schlafzimmer des despotischen Präsidenten Wahnfried. Bevor der Herrscher auch nur sein Frühstück einnehmen kann, prasseln die Ereignisse auf ihn ein. Wichtige Entscheidungen in der Staatsführung müssen getroffen werden, der Präsident muss seine Potenz beweisen und sich zuguterletzt auch noch gegen einen Staatsstreich zur Wehr setzen. Mit Pathos, Wortgewandtheit und einer ganz eigenen Logik gelingt es Wahnfried jedoch, die Wogen zu glätten.

 

Auf amüsante Weise zeigt dieses Stück das Ringen Wahnfrieds um seine Machterhaltung. – Wahnfried, ein “großer Mann“, dem es trotz seiner maßlosen Hybris nicht an erfrischender Selbstironie zu mangeln scheint.

 

2 D, 4 H 

 

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Frank Sporkmann

Maschinen

Ein Mensch und seine Maschine im philosophischen Streit über die “Arbeitsmoral“: Sie, die Stanze, versucht, den Arbeiter, der sie tagtäglich bedient, davon zu überzeugen, dass dieser – um seine Seele zu retten – aus dem Martyrium der Produktionssteigerung und Norm-Erfüllung durch den rebellischen Akt des “Abschaltens“ aussteigen soll.

 

Das Stück beschreibt den dramatischen Prozess der Vernichtung des Menschen durch sein selbst geschaffenes System.

 

1 H

 

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Frank Sporkmann

Die Verjüngung des Pelias

In einem blutigen Spektakel reißt Medea die göttliche Rache an sich, indem sie die Eitelkeit des Königs bedient und Pelias' Töchter zum Vatermord verführt, unter dem Deckmäntelchen einer Verjüngung.

 

Der Autor stellt Rache als göttliche Qualität und Vergebung als Tugend in Frage.

 

4 D, 1 H

 

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Frank Sporkmann
Polizeistation 17

In diesem Stück  zeichnet der Dramatiker den irrwitzigen Alltag von Wachtmeister Wutig und seinen Kollegen nach. Diese zeigen vollen Einsatz im Kampf gegen das Böse und für das Wohl des Volkes: Mit dem Schlagstock halten sie nicht nur „die Anschauungen [der] verehrten Mitbürger geschmeidig“, sondern bringen auch den Urheber politisch unkorrekter Parolen zur Strecke.

 

In diesem Einakter führt  Sporkmann die Absurdität der Wirklichkeit auf drastische Weise vor Augen. Er positioniert sich kritisch zu der (freiwilligen) Subordination des Menschen unter jegliche Ideologie.

 

 4 H

 

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